Zukunft der ehemaligen Verbundschule

Steuerungsgruppe empfiehlt Ideenkonzept „Schule bleibt Schule“.

Seit Mai 2021 berät die Steuerungsgruppe über die Zukunft der alten Hauptschule. Grundlage für die weitere Nutzung des Gebäudes waren die vier Szenarien, die das Ideenbüro „nonconform“ aus den Ideen und Wünschen der Bürger zusammengetragen, weiterentwickelt und abschließend im Ort vorstellte.

 

2018 verließ der letzte Schüler die Verbundschule; seitdem fragen sich viele Siedlinghauser was mit dem Gebäude passieren soll. Ideen gab es viele. Das Ideenbüro nonconform trug die Vorschläge der Siedlinghauser zusammen und stellte vier Konzepte vor. Mit diesen setzte sich die sogenannte Steuerungsgruppe auseinander. Die Gruppe bestand aus Bürgermeister Michael Beckmann und Julia Aschenbrenner vom Quartiersmanagement, Ortsvorsteher Michael Mingeleers, den Siedlinghauser Ratsmitgliedern, der Schulleitung der hiesigen Grundschule, jeweils einem Vertreter des Gewerbevereins sowie des Heimat- und Verkehrsvereins, einer Vertretung der „ZUSI“ Gruppe sowie jeweils einen Vertreter der Senioren und Jugendlichen. Es wurde über den Verkauf des Gebäudes beraten, ebenso über einen möglichen Umzug der Grundschule diskutiert sowie den Umbau der Schule zu Co-Working Spaces und Wohnungen für Senioren beraten. Insbesondere bei den letzten beiden Konzepten spielte auch die weitere Nutzung einiger Räume für Angebote von Siedlinghausern und Vereinen eine Rolle. Das Zukunftszentrum Siedlinghausen stellte ab Sommer 2021 ein tolles Programm auf die Beine; von Yoga über Kunst, einer Krabbelgruppe sowie Vorträge und weitere Veranstaltungen, die auch zukünftig weitergeführt werden sollen. Immer im Blick zu den vier Szenarien standen Leitlinien, die vor allem die langfristige Nutzung des Gebäudes gewährleisten sollten. In den Gesprächsrunden fand eine genauere Beleuchtung der Szenarien statt. Im Fokus stand das Szenario „Schule bleibt Schule“. Im Gegensatz zu den anderen Varianten bliebe das Gebäude weiterhin in städtischer Hand und eine langfristige Nutzung der ehemaligen Schule bestünde ebenfalls. Zudem erläuterte Schulleiterin Frau Neumann, dass das aktuelle Gebäude nicht genügend Platz bietet und seit einigen Jahren Räume des „Haus des Gastes“ genutzt werden müssen, so dass eine Veränderung der aktuellen Grundschule unumgänglich sei. Hinzukommt, dass ab 2026 jedem Schüler ein Platz in der Nachmittagsbetreuung zusteht. Frau Neumann zeigte ferner eine ganzheitliche Nutzung des Gebäudes auf, sodass die Befürchtungen, die Verbundschule sei zu groß, verneint werden konnten. Die Empfehlung der Steuerungsgruppe wurde im August an den Rat weitergeleitet. Hier werden alle Szenarien ebenfalls nochmals beleuchtet. Eine Abstimmung soll zeitnah erfolgen, sodass alsbald die Schule wieder einen Nutzen bekommt. Ebenfalls wurde über die zukünftige Nutzung „des Haus des Gastes“, dem Kurpark und der ehemaligen Gärtnerei Jürgens beraten. Letzteres liegt außerhalb des Handlungsbereiches der Stadt Winterberg, da sich das Gelände in privater Hand befindet. Konzepte zum Kurpark laufen bereits. In der Ratssitzung vor den Sommerferien erfolgte der Antrag zur Prüfung des Parks als Bauland. Auch das Haus des Gastes bedarf einer Umstrukturierung und Nutzung. Sollte das Szenario „Schule bleibt Schule“ in die Tat umgesetzt werden, werden hier Räume frei, die u.a. für die Krabbelgruppe, das offene Atelier und weitere kreativ Kurse sowie zusätzliche Angebote genutzt werden können.